Taste mit Aufschrift "Impfungen" | ©Adobe Stock

Die zentrale e-Impfpass Anwendung mit dem nationalen Impfregister kommt seit Oktober 2020 bereits  zum Einsatz. Die gesetzliche Grundlage dafür ist das Gesundheitstelematikgesetz 2012 (GTelG) und die eHealth-Verordnung (eHealthV, BGBl. II Nr. 449/2020). Die österreichweite Dokumentation von Impfungen ist für gesundheitspolitische Maßnahmen wie die Bekämpfung ansteckender Krankheiten wichtig und aussagekräftig. Eine vollständige Erfassung aller Impfungen im Impfregister ist daher im öffentlichen Interesse.

Mehrere technische Möglichkeiten zur Dokumentation im e-Impfpass

Beim e-Impfpass gibt es für die Ärzteschaft unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zur Dokumentation von Impfungen im e‑Impfpass.

Die Erfassung durch Amtsärztinnen und Amtsärzte der Landessanitätsdirektionen erfolgt über vollintegrierte Software. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte mit e-card-Anschluss können Impfungen über die GINA-Box mittels Web-GUI erfassen. Die Integration in die bestehenden Arztsoftwaresysteme ist technisch ebenfalls möglich.

Da nicht alle impfenden Ärztinnen und Ärzte über einen e-card-Anschluss verfügen, ist eine österreichweite Erfassung der Impfdaten auch auf mobilen Geräten (Tablets) mittels der App „e-Impfdoc“ (www.e-impfdoc.at) möglich. Die Bürgerin / der Bürger kann die erhaltenen Impfungen, die im nationalen Impfregister erfasst wurden, über das ELGA-Portal einsehen und ausdrucken (Zugang unter www.gesundheit.gv.at mit Handysignatur).

Corona-Impfungen vollständig im Impfregister erfassen

Der elektronische Impfpass mit  den Basisfunktionen - also Erfassung und Speicherung von Impfungen im nationalen Impfregister - wurde bei den regionalen Influenza-Impfaktionen ab Herbst 2020 in Betrieb genommen. Damit wurde der Grundstein für die umfassende Dokumentation der Corona-Impfungen im nationalen Impfregister gelegt.